Studie

Ökonomischer Fußabdruck: Energie Steiermark kurbelt Wirtschaft an und sichert mittelfristig über 8.000 Jobs

Netzausbau, Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik- und Biomasseanlagen sowie intelligente Kundenlösungen: grüne Investitionstätigkeiten der Energie Steiermark lösen binnen fünf Jahren Wertschöpfungseffekte von rund 759 Mio. Euro aus und sichern 8.840 Jobs in der Steiermark und darüber hinaus mittelfristig ab.


Die vom anerkannten Wirtschaftsforschungsinstitut Economica wissenschaftlich begleitete Studie Masterplan Grüne Energie 2.0 bestätigt, dass die umfassenden Investitionsvorhaben des steirischen Landesenergieversorgungsunternehmens Energie Steiermark im Zeitraum von 2025 bis 2029 weitreichende positive Effekte für den heimischen Standort und Arbeitsplätze vor Ort haben. Konkret hat sich Economica den ökonomischen Fußabdruck der Energie Steiermark angesehen.

Das reale Investitionsbudget der Energie Steiermark in Österreich beträgt gemäß verabschiedeter Mittelfristplanung 2025 bis 2029 rund zwei Mrd. Euro.  Insgesamt zeigt sich eine hohe Relevanz der Investitionstätigkeit der Energie Steiermark als Auftraggeber für Bau und Baugewerbe. Von den geplanten Investitionen entfallen:
 

  • rund 67 Prozent auf den Bereich Strom-, Erdgas- und perspektivisch Wasserstoffnetze sowie rund 33 Prozent auf den Bereich Erneuerbare Energieerzeugung inklusive Speicher und Vertrieb,
     
  • rund 50 Prozent dieser Investitionen, somit rund eine Mrd. Euro, fließen an österreichische Zulieferbetriebe, davon rund 400 Mio. Euro an steirische Unternehmen,
     
  • die Top-3 Zuliefersektoren umfassen das Baugewerbe, die Herstellung von Waren und den Handel (gemeinsam über zwei Drittel); weitere Zuliefersektoren umfassen die Branchen Immobilien, (Tele-)Kommunikation und Finanzdienstleistungen.

Der Analysebereich umfasste die kurzfristige Investitionsphase (volkswirtschaftlicher Impuls der initialen Ausgabeneffekte). Hiervon nicht umfasst waren Effekte der mittel- bis langfristigen Betriebsphase. In Auftrag gegeben wurde die durchgeführte Analyse von der Energie Steiermark und der Industriellenvereinigung Steiermark.

Effekte der Investitionstätigkeiten: 759 Mio. Euro Bruttowertschöpfung und 8.840 Jobs

Die rege Investitionstätigkeit der Energie Steiermark hat maßgeblichen Einfluss auf die Bruttowertschöpfung, die Beschäftigung, Steuern und Abgaben sowie Löhne und Gehälter in der Steiermark und in Österreich.

Bruttowertschöpfung: Die auf österreichische Zulieferbetriebe wirkenden Investitionen der Energie Steiermark in Höhe von 983 Mio. Euro zwischen 2025 und 2029
 

  • lösen eine österreichische Bruttowertschöpfung von rund 759 Mio. Euro aus, davon rund zwei Fünftel in der Steiermark,
     
  • und bedeuten, dass jeder erwirtschaftete Euro der direkten Auftragnehmer indirekt beziehungsweise induziert weitere 0,87 Euro in der Wertschöpfungskette auslöst, was einem Multiplikator von 1,87 entspricht.


Beschäftigungseffekte: Die auf österreichische Zulieferbetriebe wirkenden Investitionen der Energie Steiermark in Höhe von 983 Mio. Euro zwischen 2025 und 2029
 

  • sichern rund 3.825 Jobs in der Steiermark und weitere rund 5.015 in Österreich,
     
  • für vier direkt geschaffene Beschäftigungsverhältnisse (indirekt beziehungsweise induziert) bleiben zudem drei weitere Beschäftigungsverhältnisse erhalten, was einem Multiplikator von 1,77 entspricht.
     

Löhne und Gehälter: Die auf österreichische Zulieferbetriebe wirkenden Investitionen der Energie Steiermark in Höhe von 983 Mio. Euro zwischen 2025 und 2029
 

  • generieren heimische Löhne und Gehälter von rund 345 Mio. Euro,
     
  • sichern vielfach hochqualitative Stellen ab, da mit rund 39 Tsd. Euro pro Kopf das mittlere Bruttojahreseinkommen in Österreich (rund 35 Tsd. Euro in 2023) deutlich überschritten wird.
     

 

„Das vertrauensvolle und kooperative Miteinander von Politik und Gesellschaft, sowie Energie- und Industrieunternehmen in der Steiermark trägt maßgeblich dazu bei, dass das Bundesland in vielen Bereichen österreichweit eine Vorreiterrolle einnimmt und dadurch auch die entsprechende Wertschöpfung und Beschäftigung im Land schaffen kann“, so Vorstandsdirektor der Energie Steiermark Werner Ressi.

„Die Transformation des Energiesystems erfordert auch in der Steiermark Investitionen in Milliardenhöhe. Die Energie Steiermark leistet mit ihren Investitionen in insbesondere die erneuerbare Erzeugung und die Energieinfrastruktur einen wesentlichen Konjunkturimpuls für die Wertschöpfung und die Beschäftigung in der Region. “, ergänzt Vorstandsdirektor der Energie Steiermark Martin Graf.
 

Masterplan Grüne Energie 2.0 – Investitionen und Finanzierung sicherstellen

Energie Steiermark und IV-Steiermark setzen in Kooperation mit 24 namhaften steirischen Industriebetrieben den bereits 2024 initiierten Masterplan für die grüne Transformation der Industrie fort. 

Kernergebnisse: Eine absehbare Verdoppelung des steirischen Strombedarfs bis 2040 (Elektrifizierung der Mobilität und der industriellen Produktion) erfordert entsprechende Ausbauten von heimischer Erzeugung, der Netzinfrastruktur und von Speicherlösungen. Die damit verbundenen Investitionen gehen mit bedeutenden regionalökonomischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten einher. Für das Gelingen der Energiewende ist die erforderliche Umsetzungsgeschwindigkeit weiterhin auf einem ambitionierten und ausgewogenen Niveau zu halten. Dafür wurden fünf Top-Umsetzungsschritte für politische Entscheidungsträger:innen jeweils auf Bundes- und Landesebene erarbeitet. Mehr Infos zum Masterplan Grüne Energie 2.0 finden Sie in der Broschüre.

Zur Broschüre: Masterplan 2.0: Investitionen und Finanzierung der Energiewende sicherstellen

 

Headerbild: DeepGreen - Shutterstock.com

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